3G4 Support-Verfügbarkeitsplan
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Unterstützungsbereitschaftsplan
Dieser Unterstützungsbereitschaftsplan ist integraler Bestandteil des Angebots und beschreibt die Verpflichtung des Auftragnehmers, einen ununterbrochenen 24/7-Hotline-Support für sämtliche Belange des Zutrittskontrollsystems bereitzustellen. Damit wird gewährleistet, dass dem Auftraggeber jederzeit technische und betriebliche Unterstützung zur Verfügung steht. Das Vorgehen dient der Sicherstellung der Systemverfügbarkeit und einer zügigen Behebung von Störungen, wodurch Betriebsrisiken minimiert und die Betriebssicherheit der Anlage erhöht werden.
Der Plan gilt für alle Komponenten des Zutrittskontrollsystems am Standort und integriert sich in ein ganzheitliches Facility-Management-Konzept, um eine reibungslose Zusammenarbeit mit weiteren Gewerken sicherzustellen. Er legt Maßnahmen und Verantwortlichkeiten fest, um eine durchgehende und verlässliche Betreuung des Systems zu gewährleisten.
- Gesetzlicher
- Serviceumfang
- Verfügbarkeit
- Reaktionszusagen
- Eskalationsverfahren
- Überwachung
- Verfahrenssicherheit
- Erklärung
Gesetzlicher und regulatorischer Rahmen- Geltende Standards
Der Vertragspartner verpflichtet sich, alle einschlägigen gesetzlichen, vertraglichen und normativen Anforderungen einzuhalten.
Im Rahmen des Zutrittskontrollsystems sind insbesondere folgende Standards und Regelwerke anzuwenden:
DIN EN 60839 – Elektronische Zutrittskontrollsysteme (Anforderungen an Leistungsmerkmale und Zuverlässigkeit).
ISO/IEC 20000 – IT-Service-Management-Standard für Dienstleistungen und Supportprozesse.
ISO/IEC 27001 – Informationssicherheits-Managementsystem (bei online-basierten oder netzwerkgebundenen Systemkomponenten).
DSGVO (EU-Datenschutz-Grundverordnung) und BDSG (Bundesdatenschutzgesetz) – zum Schutz personenbezogener Daten im Zusammenhang mit Support- und Incident-Management.
Diese Standards stellen sicher, dass sowohl die technischen als auch die organisatorischen Aspekte des Supports höchsten Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen genügen.
Gemäß den Ausschreibungsanforderungen sind folgende Verpflichtungen zu erfüllen:
Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit: Hotline-Support an 7 Tagen in der Woche, 365 Tagen im Jahr, ohne Einschränkungen (auch an Wochenenden und Feiertagen).
Vielseitige Problemabdeckung: Unterstützung bei technischen, betrieblichen sowie Notfall- und Sicherheitsfragen im Bereich des Zutrittskontrollsystems.
Dokumentierte Eskalationsprozesse: Klare, dokumentierte und nachprüfbare Eskalationsstufen und -wege, falls Probleme nicht fristgerecht gelöst werden können.
Rechtskonformität: Gewährleistung der Datensicherheit und Vertraulichkeit aller im Supportprozess erfassten Informationen.
Hotline-Serviceumfang- Der Hotline-Support umfasst unmittelbare Hilfe und Unterstützung in folgenden Bereichen:
Systemausfälle: Unterstützung bei Fehlfunktionen des Zutrittskontrollsystems, z.B. kompletter Systemausfall, Serverprobleme oder technische Störungen einzelner Komponenten.
Zugangsdaten-Probleme: Fehlerbehebung bei Lesegeräten, Verlust oder Defekt von Berechtigungsmedien (Badge, PIN, biometrische Merkmale, Mobile-Access-Apps) sowie Sperrung oder Neuausgabe von Zutrittsrechten.
Notfallsituationen: Sofortige Intervention bei sicherheitsrelevanten Vorfällen wie erforderliche Türöffnungen im Alarmfall, Ausfall von Fluchtwegssystemen oder Störungen in der Brandmelde- und Alarmierungsschnittstelle des Zutrittskontrollsystems.
Administrative Unterstützung: Hilfe bei Routineanfragen und Verwaltungsaufgaben, z.B. Benutzerverwaltung, Zugriffsrechte-Anpassungen, Systemberichterstattung sowie Unterstützung bei Updates und Systemdokumentation.
Verfügbarkeit & Zugang- Betriebszeiten
Der Hotline-Support ist ohne zeitliche Einschränkungen verfügbar: 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr. Dies umfasst auch Wochenenden und gesetzliche Feiertage. Damit wird sichergestellt, dass in jeder Situation – selbst außerhalb regulärer Geschäftszeiten – unmittelbare Unterstützung bereitsteht.
Kommunikationskanäle- Der Zugriff auf den Support erfolgt über mehrere Kanäle:
Telefonische Hotline (Primärkanal): Eine dedizierte, gebührenfreie Nummer wird bereitgestellt, um eine direkte und sofortige Verbindung zum Support-Team herzustellen.
E-Mail und Ticketsystem: Für weniger dringende Anfragen oder Dokumentationen steht ein E-Mail-Kontakt sowie ein webbasiertes Ticketsystem zur Verfügung. Alle Anfragen werden dort erfasst, priorisiert und schrittweise abgearbeitet.
Integration in bestehende Systeme (optional): Auf Wunsch des Auftraggebers kann eine Schnittstelle zum Facility-Management- oder CAFM-System implementiert werden, sodass Support-Tickets automatisch aus dem bestehenden Management-Tool erstellt werden.
Schweregradabhängige Reaktionszeiten- Die Reaktionszeiten sind nach Dringlichkeit der Vorfälle gestaffelt:
Kritische Vorfälle: Volle Funktionsunfähigkeit des Systems oder konkrete Sicherheitsbedrohung. Reaktionszeit: maximal 30 Minuten.
Hohe Priorität: Deutliche Einschränkungen in der Funktionalität (z.B. Ausfall wichtiger Komponenten). Reaktionszeit: maximal 2 Stunden.
Mittlere Priorität: Teilweise Beeinträchtigungen ohne unmittelbare Gefahr (z.B. Ausfall einzelner Lesegeräte). Reaktionszeit: maximal 4 Stunden.
Niedrige Priorität: Administrative Anliegen und nicht dringende Anfragen. Reaktionszeit: maximal 24 Stunden.
Die Klassifizierung der Vorfälle erfolgt in Abstimmung mit dem Auftraggeber und wird in der Service-Level-Vereinbarung dokumentiert, um Transparenz über Verantwortlichkeiten und Prioritäten zu gewährleisten.
Zielsetzungen für die Störungsbehebung- Zur schnellen Problemlösung werden folgende Vorgehensweisen angewendet:
Ferndiagnose und -behebung: Vorrangig wird versucht, Störungen über Fernwartung, Diagnose-Tools und telefonische Anweisungen zu beheben, um schnellstmöglich Abhilfe zu schaffen.
Vor-Ort-Einsatz: Kann eine Störung nicht aus der Ferne behoben werden, wird umgehend ein Techniker vor Ort eingesetzt. Dies erfolgt gemäß den vertraglich vereinbarten Reaktions- und Lösungszeiten (Service-Level-Agreement).
Priorisierung gemäß SLA: Vorfälle werden entsprechend ihrer Dringlichkeit behandelt. Kritische Systeme und Einrichtungen haben stets Vorrang, um Sicherheitsanforderungen und Betriebsabläufe nicht zu gefährden.
Kontinuierliche Kommunikation: Während des gesamten Supportprozesses wird der Auftraggeber über den aktuellen Status informiert, sodass alle Maßnahmen transparent nachvollziehbar sind.
Eskalationsverfahren
Die Eskalationsverfahren sind klar definiert, um eine zügige Problemlösung sicherzustellen.
Bei Nichterfüllung der definierten Reaktions- oder Lösungszeiten wird automatisch die nächste Eskalationsstufe aktiviert:
Stufe 1 – First-Level-Support (Service-Desk): Erster Ansprechpartner für alle Meldungen. Der Service-Desk-Mitarbeiter erfasst das Anliegen, erstellt ein Ticket und versucht durch initiale Prüfung und Fernunterstützung eine Lösung herbeizuführen.
Stufe 2 – Second-Level-Support (Senior-Techniker): Ein erfahrener Techniker übernimmt komplexere Problemstellungen. Er führt detaillierte Analysen durch und kann erweiterte Maßnahmen ergreifen oder auf zusätzliche Ressourcen zurückgreifen.
Stufe 3 – Third-Level-Support (Projekt- bzw. Account-Manager): Management-Ebene, zuständig für sehr dringende oder wiederkehrende Probleme sowie strategische Entscheidungen. Diese Instanz koordiniert eskalierte Fälle, steuert zusätzliche Maßnahmen und informiert gegebenenfalls den Auftraggeber über den aktuellen Stand.
Eskalationsbenachrichtigung: Sollte eine Störung auch nach Eskalation nicht zeitgerecht gelöst werden, wird der Auftraggeber unverzüglich informiert. Der Eskalationsstatus und alle ergriffenen Schritte sind für den Auftraggeber nachvollziehbar dokumentiert.
Überwachung & Berichterstattung
Alle Hotline-Anrufe und Support-Tickets werden in einem zentralen System protokolliert. Für jede Anfrage werden Zeitpunkt, Status, Reaktions- und Lösungszeiten sowie alle durchgeführten Maßnahmen dokumentiert.
Auf dieser Grundlage werden dem Auftraggeber regelmäßig Berichte bereitgestellt:
Monatlicher Performance-Bericht: Enthält Kennzahlen zur Anzahl, Art und Priorität der Vorfälle, Einhaltung der Reaktions- und Lösungszeiten (SLA) sowie eine Zusammenfassung der gelösten Fälle.
Trend- und Qualitätsanalyse: Identifiziert wiederkehrende Probleme oder Schwachstellen im Zutrittskontrollsystem. Basierend auf den Erkenntnissen werden Empfehlungen für präventive Maßnahmen erarbeitet.
Audit-Berichte: Detaillierte Dokumentation der Support-Aktivitäten steht auf Anforderung des Auftraggebers für Prüfungs- und Audit-Zwecke zur Verfügung.
Service-Review: In regelmäßigen Meetings werden die Support-Kennzahlen gemeinsam mit dem Auftraggeber ausgewertet, um Verbesserungsmaßnahmen zu diskutieren und die Servicequalität zu optimieren.
Verfahrenssicherheit
Geschultes Personal: Die Hotline ist durchgehend mit qualifizierten und speziell für Zutrittskontrollsysteme geschulten Mitarbeitern besetzt, die über tiefgehendes Fachwissen verfügen.
Datenschutz und Datensicherheit: Alle im Hotline-Prozess erhobenen Daten (z.B. personenbezogene Daten im Zuge der Ticket-Erstellung) werden gemäß DSGVO und BDSG behandelt. Zugriff auf Datenbestände ist strikt reglementiert, und Aufbewahrungsfristen werden eingehalten.
Redundante Infrastruktur: Ein Backup-System (z.B. alternative Telefonleitung, sekundäres Rechenzentrum oder Ausweich-Service-Center) stellt sicher, dass die Hotline auch bei Ausfall der Primärsysteme jederzeit erreichbar bleibt.
Sicherheit der Kommunikation: Alle Fernzugriffe und Datenübertragungen erfolgen über gesicherte und verschlüsselte Kanäle. Nur autorisiertes Personal erhält Zugang zu sensiblen Systemen.
Qualitätssicherung und Notfall-Prozesse: Durch regelmäßige interne Audits, Schulungen und Reviews wird sichergestellt, dass die Supportprozesse kontinuierlich verbessert werden. Ergänzend existieren detaillierte Notfall- und Wiederanlaufpläne, um auch bei großflächigen Ausfällen (z.B. Stromausfall, Naturkatastrophe) den Supportbetrieb schnell wieder aufzunehmen.
Erklärung
Der Unterzeichner bestätigt hiermit, dass der Dienstleister im Rahmen dieser Ausschreibung einen kontinuierlichen 24/7-Hotline-Support für sämtliche Zutrittskontrollsysteme gewährleistet. Dieser Plan garantiert sofortige Erreichbarkeit, strukturierte Eskalationswege und die vollständige Einhaltung aller facility-management-relevanten sowie vertraglichen Vorgaben.
Ort, Datum
(Unterschrift des bevollmächtigten Vertreters)
Name: _______________________
Funktion: ____________________
(Firmenstempel)
