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Zutrittskontrollsysteme

Facility Management: Zutritt » Betrieb » Dokumente » Zutrittskontrollsysteme

Zutrittskontrollsysteme

Zutrittskontrollsysteme

Zutrittskontrollsysteme sind ein zentraler Bestandteil der Gebäudesicherheit, da sie den Zugang zu sensiblen Bereichen nur autorisiertem Personal erlauben. Sie regulieren den Personenfluss, schützen Sachwerte und müssen strenge rechtliche sowie technische Vorgaben erfüllen. Im Facility Management in Deutschland ist daher eine lückenlose Dokumentation erforderlich, die alle Phasen der Projektabwicklung umfasst – von der Planung und Ausführung über die Inbetriebnahme bis zum laufenden Betrieb. Diese Unterlagen dienen der Sicherstellung der Normenkonformität, der Betriebssicherheit und der Nachvollziehbarkeit von Änderungen über die gesamte Lebensdauer der Anlage. Die nachfolgende Gliederung fasst alle relevanten Dokumente zusammen, orientiert an Normen wie der DIN 18382 (VOB/C ATV), VDI 6026-1, DIN EN 17352, VdS 3436, VDE 0833-1, BetrSichV und weiteren einschlägigen Vorschriften.

Planungs- und Entwurfsdokumentation- Anschlussplan (Klemmenplan) – LPH 7 Montageplanung

Feld

Beschreibung

Dokumentenart

Anschlussplan (Klemmenplan) – LPH 7 Montageplanung

Zweck & Umfang

Bietet eine Übersicht über die Verdrahtung der geplanten Installation und gewährleistet die korrekte Zuordnung aller elektrischen Anschlüsse.

Relevante Vorschriften/Normen

DIN 18382 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

• Klemmennummern • Kabelbezeichnungen • Geräteanschlüsse

Verantwortliche

Auftragnehmer / Errichter

Hinweise

Wird in der frühen Phase der Montageplanung erstellt und auf Plausibilität sowie Normkonformität überprüft.

Dieses Dokument gewährleistet eine strukturierte Planung der Verdrahtung vor der Ausführung. Facility Manager können damit die elektrotechnische Planung mit den örtlichen Gegebenheiten abgleichen, um teure Nacharbeiten zu vermeiden. Das Dokument dient außerdem als Grundlage für die Abstimmung mit anderen Gewerken wie IT- oder Sicherheitstechnik.

Anschlussplan (Klemmenplan) – LPH 8 Ausführung

Feld

Beschreibung

Dokumentenart

Anschlussplan (Klemmenplan) – LPH 8 Ausführung

Zweck & Umfang

Bildet den Ist-Zustand aller Verdrahtungen nach Abschluss der Installation ab.

Relevante Vorschriften/Normen

DIN 18382 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

• Tatsächliche Kabelbezeichnungen • Korrektur der Klemmbelegungen • Vor Ort vorgenommene Änderungen

Verantwortliche

Auftragnehmer / Errichter

Hinweise

Dient als offizielle Referenz für Wartung und Fehlerbehebung.

Nach Fertigstellung der Installation wird dieser Klemmenplan aktualisiert und ins technische Archiv übernommen. Er bildet die Grundlage für spätere Wartungsarbeiten und Systemerweiterungen. Facility Manager benötigen ihn als verbindliche Informationsquelle für Instandhaltungsmaßnahmen und Systemanpassungen.

Zeichnungs- und Ausführungsdokumentation- Montagezeichnung – LPH 7

Feld

Beschreibung

Dokumentenart

Montagezeichnung – LPH 7

Zweck & Umfang

Stellt die geplante Positionierung von Komponenten und Kabeltrassen dar.

Relevante Vorschriften/Normen

DIN 18382

Wesentliche Inhalte

• Geplante Geräteaufstellung • Kabeltrassen und -kanäle • vorgeschriebene Abstände

Verantwortliche

Auftragnehmer / Errichter

Hinweise

Wird genutzt, um die Installation vor Ort zu koordinieren und Konflikte mit anderen Gewerken zu vermeiden.

Die Montagezeichnung zeigt den vorgesehenen Einbauort von Geräten und den Verlauf der Kabeltrassen. Facility Manager vergleichen sie mit den architektonischen Plänen, um mögliche Raum- oder Führungskonflikte frühzeitig zu erkennen. Eine detaillierte Zeichnung minimiert Fehler bei der Installation und unterstützt die Koordination verschiedener Gewerke auf der Baustelle.

Ausführungszeichnung – LPH 8

Feld

Beschreibung

Dokumentenart

Ausführungszeichnung – LPH 8

Zweck & Umfang

Bietet den endgültigen Planungsstand nach Abschluss aller Arbeiten.

Relevante Vorschriften/Normen

DIN 18382

Wesentliche Inhalte

• Ist-Orte der Geräte • Endgültiger Leitungsverlauf

Verantwortliche

Auftragnehmer / Errichter

Hinweise

Wird nach Fertigstellung archiviert, um später als Nachschlagewerk zu dienen.

Die Ausführungszeichnung dokumentiert die tatsächliche Lage aller Geräte und Leitungen nach der Installation. Sie bildet den realen Zustand der Anlage ab und bestätigt damit die korrekte Umsetzung. Facility Manager nutzen sie bei Abnahmeprüfungen als Nachweis für die ordnungsgemäße Ausführung und als Planungsgrundlage für zukünftige Änderungen.

Ausführungspläne (Anordnungspläne) – LPH 7

Feld

Beschreibung

Dokumentenart

Ausführungsplan (Anordnungsplan) – LPH 7 Montageplanung

Zweck & Umfang

Definiert, wie die Zutrittskontrollgeräte vor der Ausführung räumlich angeordnet werden.

Relevante Vorschriften/Normen

DIN 18382

Wesentliche Inhalte

• Vorläufige Aufstellungsorte • Integrationshinweise

Verantwortliche

Auftragnehmer / Errichter

Hinweise

Erleichtert die Koordination mit anderen Gewerken bei der Montage.

Ausführungspläne (Anordnungspläne) geben in der Vorplanung an, wo genau Leser, Schaltschränke und weitere Komponenten installiert werden sollen. Facility Manager nutzen diese Pläne, um die Integration mit benachbarten Systemen wie Brandmelde- oder IT-Verkabelung abzustimmen. Durch die frühzeitige Festlegung der Positionen werden potenzielle Konflikte zwischen den verschiedenen Gewerken vermieden.

Ausführungspläne – LPH 8

Feld

Beschreibung

Dokumentenart

Ausführungsplan – LPH 8

Zweck & Umfang

Dokumentiert die finale Anordnung und Installationsdetails nach Abschluss der Montage.

Relevante Vorschriften/Normen

DIN 18382

Wesentliche Inhalte

• Korrigierte Ist-Pläne • Endgültige Positionen der Geräte

Verantwortliche

Auftragnehmer / Errichter

Hinweise

Dient als verbindliche Grundlage für Abnahme und Handover.

Der endgültige Ausführungsplan verzeichnet alle tatsächlichen Positionen der Komponenten nach Abschluss der Arbeiten. Er dient als Referenzdokument bei der Abnahme, um zu überprüfen, dass die Installation den Planvorgaben entspricht. Facility Manager verwenden ihn, um Abweichungen festzustellen und abschließend zu dokumentieren.

Betriebsdokumentation- Bedienungs- und Betriebshandbuch (Elektrische Systeme)

Feld

Beschreibung

Dokumentenart

Bedienungs- und Betriebshandbuch (Elektrische Systeme)

Zweck & Umfang

Enthält umfassende Anleitungen für den sicheren Betrieb der Zutrittskontrollanlage.

Relevante Vorschriften/Normen

VDI 6026-1; DIN 18382

Wesentliche Inhalte

• Systemübersicht • Betriebsarten • Fehlerbehebung

Verantwortliche

Auftragnehmer / Errichter

Hinweise

Bildet die Basis für Schulungen des Bedienpersonals und dient als Nachschlagewerk bei Kontrollen.

Das Bedienungs- und Betriebshandbuch enthält alle notwendigen Informationen zum Betrieb des Zutrittskontrollsystems. Es beschreibt die Systemfunktion, erläutert die verschiedenen Betriebsarten und gibt Anleitungen zur Fehlerbehebung. Facility-Management-Teams müssen sicherstellen, dass dieses Handbuch für das Bedienpersonal jederzeit verfügbar ist und als Referenz während Schulungen und Prüfungen genutzt wird.

Betriebsanleitung – kraftbetätigte Zutrittskontrolleinrichtungen

Feld

Beschreibung

Dokumentenart

Betriebsanleitung – kraftbetätigte Zutrittskontrolleinrichtungen

Zweck & Umfang

Erforderlich nach Maschinenrichtlinien für alle motorisch betriebenen Türen, Schranken etc.

Relevante Vorschriften/Normen

DIN EN 17352

Wesentliche Inhalte

• Sicherheitshinweise • Notbetriebshandhabung • Wartungsintervalle

Verantwortliche

Hersteller

Hinweise

Muss in der Nähe der Ausrüstung ausgehängt und dem Personal zugänglich gemacht werden.

Für alle kraftbetätigten Türen, Schranken oder ähnliches ist eine maschinenrechtlich vorgeschriebene Betriebsanleitung zwingend erforderlich. Sie enthält wichtige Sicherheitshinweise, Verfahrensanweisungen für den Notbetrieb sowie Vorgaben zu Wartungsintervallen. Die Betreiber müssen diese Unterlage bereithalten und dem Personal zugänglich machen, da sie die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften nachweist.

Betriebsbuch

Feld

Beschreibung

Dokumentenart

Betriebsbuch

Zweck & Umfang

Dokumentiert den Anlagenzustand sowie alle während des Betriebs auftretenden Ereignisse.

Relevante Vorschriften/Normen

VdS 3436

Wesentliche Inhalte

• Datum/Uhrzeit • Stör- und Fehlereinträge • Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen

Verantwortliche

Betreiber / Instandhalter

Hinweise

Wichtig zur Erfüllung versicherungs- und prüfungsrelevanter Nachweispflichten.

Das Betriebsbuch dient der lückenlosen Dokumentation aller relevanten Ereignisse im Anlagenbetrieb. Der Betreiber bzw. Instandhalter führt es und trägt fortlaufend alle Störungen sowie durchgeführte Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen ein. Das Betriebsbuch ist in unmittelbarer Nähe der Anlagenzentrale aufzubewahren und während der gesamten Nutzungsdauer der Anlage verfügbar zu halten. Es dient im Schadensfall und bei Audits als Nachweis einer ordnungsgemäßen Anlagenführung.

Technische Begleitdokumente- Datenpunkt-/Funktionsliste – LPH 7

Feld

Beschreibung

Dokumentenart

Datenpunkt-/Funktionsliste – LPH 7

Zweck & Umfang

Listet geplante Ein- und Ausgänge sowie Systemfunktionen der Zutrittskontrolle auf.

Relevante Vorschriften/Normen

DIN VDE 0833-1 (Gefahrenmeldeanlagen); DIN 18382

Wesentliche Inhalte

• Benannte Ein-/Ausgänge (z. B. Sensoren, Schalter) • Geplante Systemfunktionen (z. B. Verriegelung, Alarmmeldung)

Verantwortliche

Auftragnehmer / Errichter

Hinweise

Unterstützt die Systemplanung und Abstimmung mit nachgeschalteten Anlagen (Brandmeldetechnik etc.).

Die Datenpunkt- bzw. Funktionsliste ist eine detaillierte Aufstellung aller vorgesehenen Ein- und Ausgänge sowie deren zugehöriger Funktionen im Zutrittskontrollsystem. Sie dient dazu, bereits in der Planungsphase sämtliche erforderlichen Sensoren, Aktoren und Schnittstellen (z. B. Türkontakte, Lesegeräte, Alarmausgänge) zu erfassen. Facility Manager verwenden diese Liste, um die Integration mit anderen Systemen (z. B. Brandmelde- oder Sicherheitstechnik) sicherzustellen und um die Programmierung der Steuerung vorzubereiten.

Datenpunkt-/Funktionsliste – LPH 8

Feld

Beschreibung

Dokumentenart

Datenpunkt-/Funktionsliste – LPH 8

Zweck & Umfang

Dokumentiert den Ist-Zustand aller real installierten Datenpunkte und Funktionen.

Relevante Vorschriften/Normen

DIN VDE 0833-1; DIN 18382

Wesentliche Inhalte

• Tatsächliche Ein-/Ausgangsadressen • Konfigurierte Funktionen

Verantwortliche

Auftragnehmer / Errichter

Hinweise

Wird nach Installation aktualisiert und entspricht dem realen Anlagenaufbau.

Diese Liste wird nach der Installation aktualisiert und zeigt den realen Zustand aller Signal- und Funktionspunkte. Sie enthält nun die endgültigen Adressen oder Ports der Komponenten und deren Konfigurationen. Facility Manager nutzen sie, um den exakten Aufbau der Steuerung nachzuvollziehen und für Wartungen oder Systemanpassungen bereit zu halten.

Errichterbescheinigung

Feld

Beschreibung

Dokumentenart

Errichterbescheinigung

Zweck & Umfang

Bestätigung der norm- und vorschriftsgerechten Installation durch den Errichter.

Relevante Vorschriften/Normen

BetrSichV; DIN VDE 0100 (elektrische Anlagen); DIN VDE 0833-1

Wesentliche Inhalte

• Erklärung zur Normkonformität • Übersicht durchgeführter Prüfungen

Verantwortliche

Errichter / Installateur

Hinweise

Wird zur Abnahme und als rechtliche Dokumentation der fachgerechten Ausführung benötigt.

In der Errichterbescheinigung bestätigt der Installateur die vorschriftsmäßige Fertigstellung der Anlage. Sie enthält Erklärungen zur Einhaltung einschlägiger Normen sowie Kurzprotokolle durchgeführter Prüfungen. Ohne diese Bescheinigung ist eine endgültige Abnahme der Anlage nicht möglich, da sie den rechtssicheren Nachweis der korrekten Installation liefert.

Ersatzteilliste

Feld

Beschreibung

Dokumentenart

Ersatzteilliste

Zweck & Umfang

Listet alle kritischen Ersatzkomponenten auf, die für langfristige Betriebssicherheit benötigt werden.

Relevante Vorschriften/Normen

DIN 18382

Wesentliche Inhalte

• Gerätebezeichnungen • Teile- und Bestellnummern

Verantwortliche

Hersteller / Errichter

Hinweise

Erleichtert schnelle Ersatzteilbeschaffung und minimiert Ausfallzeiten.

Die Ersatzteilliste enthält alle relevanten Komponenten und Ersatzteile, die für Wartung und Reparatur der Anlage benötigt werden. Sie listet Gerätebezeichnungen, Typen und Bestellnummern auf und ermöglicht so ein zügiges Nachbestellen. Facility Manager nutzen diese Liste, um lange Ausfallzeiten zu vermeiden und die Betriebssicherheit zu gewährleisten.

Funktionsbeschreibung – LPH 8

Feld

Beschreibung

Dokumentenart

Funktionsbeschreibung – LPH 8

Zweck & Umfang

Detaillierte Beschreibung des Systemverhaltens nach Installation.

Relevante Vorschriften/Normen

VDI 6026; DIN 18382

Wesentliche Inhalte

• Beschreibung der Abläufe • Systemmodi und Schnittstellen

Verantwortliche

Errichter

Hinweise

Dient der Abnahmeprüfung und als Schulungs-/Referenzdokument für Betreiber.

Die Funktionsbeschreibung legt ausführlich dar, wie das Zutrittskontrollsystem nach der Installation arbeitet. Sie beschreibt beispielsweise, welche Eingaben welche Reaktionen auslösen, welche Zutrittszeiten gelten und wie Alarm- oder Notfallfunktionen eingebunden sind. Diese Beschreibung ist wesentlich für die Abnahmeprüfung und als Schulungs- bzw. Referenzdokument für Betreiber und Wartungspersonal.

Wartungsplan

Feld

Beschreibung

Dokumentenart

Wartungsplan

Zweck & Umfang

Legt die Intervalle und Inhalte der regelmäßigen Wartung fest.

Relevante Vorschriften/Normen

BetrSichV; DIN 18382; DGUV Vorschrift 3

Wesentliche Inhalte

• Wartungs- und Prüfintervalle • Zuständigkeiten

Verantwortliche

Errichter / Betreiber

Hinweise

Sichert die systematische Durchführung aller Instandhaltungsmaßnahmen.

Im Wartungsplan werden die notwendigen Wartungs- und Prüfintervalle der Anlage definiert. Er enthält Zeitpläne für Inspektionen und Tests entsprechend den Herstellerangaben und gesetzlichen Vorgaben. Betreiber verwenden diesen Plan, um die Durchführung aller vorgeschriebenen Instandhaltungsmaßnahmen systematisch zu koordinieren und dokumentieren.

Messprotokoll

Feld

Beschreibung

Dokumentenart

Messprotokoll

Zweck & Umfang

Dokumentiert Messergebnisse bei Abnahme und Prüfungen (z. B. Spannungen, Isolations- und Schutzleitermessungen).

Relevante Vorschriften/Normen

DIN VDE 0100-600

Wesentliche Inhalte

• Spannungs- und Widerstandswerte • Prüfergebnisse zu Sicherheitsmessungen

Verantwortliche

Installateur

Hinweise

Belegt die Einhaltung der elektrischen Sicherheitsanforderungen (z. B. DIN VDE 0100).

Mit dem Messprotokoll werden alle relevanten elektrischen Messwerte dokumentiert, beispielsweise Isolationswiderstände und Schutzleiterwiderstände. Es wird insbesondere bei der Abnahme angefertigt, um nachzuweisen, dass die Installation den Anforderungen entspricht. Facility Manager nutzen diese Protokolle, um sicherzustellen, dass alle sicherheitsrelevanten Prüfungen ordnungsgemäß durchgeführt wurden.

Einweisungsprotokoll

Feld

Beschreibung

Dokumentenart

Einweisungsprotokoll (Schulung)

Zweck & Umfang

Bestätigung der Einweisung des Betriebspersonals in die Bedienung der Anlage.

Relevante Vorschriften/Normen

BetrSichV (§ 12 – Unterweisungspflicht)

Wesentliche Inhalte

• Teilnehmer und Datum • Inhalte der Unterweisung • Unterschriften der Teilnehmer

Verantwortliche

Errichter / Projektleiter

Hinweise

Bestandteil der Abnahmeunterlagen und Nachweis der Gefährdungsunterweisung.

Das Einweisungsprotokoll bestätigt, dass das zuständige Bedienpersonal in den sicheren Betrieb der Anlage eingewiesen wurde. Es enthält Angaben zu den Unterweisungsinhalten und Teilnehmern sowie Unterschriften aller Beteiligten. Damit wird nachgewiesen, dass die Betreiber entsprechend der BetrSichV geschult wurden, um die Anlage ordnungsgemäß bedienen zu können.

Inbetriebnahme- und Abstimmprotokoll

Feld

Beschreibung

Dokumentenart

Inbetriebnahme- und Abstimmprotokoll

Zweck & Umfang

Dokumentiert die Inbetriebnahme-Tests sowie Anpassungen und Feinjustierungen des Systems.

Relevante Vorschriften/Normen

VDI 6026; DIN 18382

Wesentliche Inhalte

• Durchgeführte Tests • Ergebnisse und Abweichungen • Einstellungsprotokolle

Verantwortliche

Installateur

Hinweise

Dient während der Abnahme als Nachweis der korrekten Funktion und Einrichtung der Anlage.

Das Inbetriebnahme- und Abstimmprotokoll hält fest, welche Tests und Einstellungen während der Erstinbetriebnahme vorgenommen wurden. Es dokumentiert etwa, dass alle Funktionen wie vorgesehen arbeiten und alle geplanten Parameter korrekt eingestellt sind. Nach Abschluss dient es als Prüfprotokoll für die Abnahme und als Referenz für spätere Nachjustierungen.

Werkszeugnisse & Prüfbescheinigungen

Feld

Beschreibung

Dokumentenart

Werkszeugnisse und Prüfbescheinigungen

Zweck & Umfang

Lieferantennachweise über Materialeigenschaften, Bauteilprüfungen und Qualität.

Relevante Vorschriften/Normen

DIN 18382; Produktsicherheitsgesetz (ProdSG)

Wesentliche Inhalte

• Material- und Werkszertifikate • Prüfberichte von Bauteilen und Geräten

Verantwortliche

Lieferant / Hersteller

Hinweise

Belegen, dass alle Komponenten den geforderten Spezifikationen und Normen entsprechen.

Werkszeugnisse und Prüfbescheinigungen werden von den Lieferanten für gelieferte Materialien und Komponenten bereitgestellt. Sie dokumentieren beispielsweise die Zusammensetzung und Festigkeit von Metallen oder die Prüfung von elektrischen Bauteilen. Facility Manager sollten diese Unterlagen sammeln, um im Fall von Reklamationen oder Kontrollen nachweisen zu können, dass alle Bauteile den geforderten Spezifikationen entsprechen.

Sicherheits- und Compliance-Dokumente- Sicherheitskonzept (Gefahrenmeldesysteme)

Feld

Beschreibung

Dokumentenart

Sicherheitskonzept

Zweck & Umfang

Beschreibt die Integration der Zutrittskontrolle in das übergeordnete Brand- und Sicherheitssystem.

Relevante Vorschriften/Normen

VDE 0833-1 (Gefahren- und Alarmmeldetechnik)

Wesentliche Inhalte

• Risikoanalyse • Festlegung der Sicherheitsfunktionen (z. B. Notausgänge, Versperrungen) • Hinweise zur Systemintegration

Verantwortliche

Sicherheitstechniker / Sicherheitsplaner

Hinweise

Benötigt für behördliche Genehmigungen und Versicherungsprüfungen.

Das Sicherheitskonzept stellt sicher, dass die Zutrittskontrolle in das übergeordnete Gefahrenmeldesystem eingebunden ist. Es beinhaltet eine Risiko- und Schwachstellenanalyse sowie die festgelegten Sicherheitsfunktionen (z. B. automatische Türentriegelung im Brandfall). Dieses Dokument ist für behördliche Genehmigungen und Versicherungsprüfungen erforderlich, da es die Gesamtsicherheit und Funktionsweise der Anlage nachvollziehbar darlegt.

Stromlaufplan – LPH 7

Feld

Beschreibung

Dokumentenart

Stromlaufplan – LPH 7

Zweck & Umfang

Zeichnet den geplanten Verschaltungszustand der Anlage vor der Ausführung auf.

Relevante Vorschriften/Normen

DIN 18015-1; DIN EN 61082-1

Wesentliche Inhalte

• Verdrahtungsverläufe • Schaltgeräte und Sicherungen • Signalflüsse

Verantwortliche

Auftragnehmer / Errichter

Hinweise

Dient der Überprüfung der geplanten Schaltlogik und Verdrahtung vor der Realisierung.

Stromlaufpläne (Schaltpläne) stellen die elektrische Verschaltung aller Komponenten dar. In der Planungsphase werden sie genutzt, um die Funktionalität und Sicherheit der Verdrahtung zu überprüfen. Für den Facility Manager bilden sie die Grundlage, um sicherzustellen, dass alle Schaltkreise den Vorschriften entsprechen und korrekt ausgelegt sind.

Stromlaufplan – LPH 8

Feld

Beschreibung

Dokumentenart

Stromlaufplan – LPH 8

Zweck & Umfang

Dokumentiert den tatsächlichen Schaltungszustand der Anlage nach Abschluss der Installation.

Relevante Vorschriften/Normen

DIN 18015-1; DIN EN 61082-1

Wesentliche Inhalte

• Realisierte Verdrahtung • Final eingebaute Komponenten

Verantwortliche

Auftragnehmer / Errichter

Hinweise

Wird als Referenz für Wartung und Fehlersuche benötigt.

Dieser Plan gibt den aktuellen, realisierten Schaltungszustand der Anlage wieder. Er wird nach Abschluss der Installation angepasst, um die tatsächlichen Verbindungen und Komponenten abzubilden. Facility Management benötigt ihn, um die korrekte Verkabelung bei Service- oder Erweiterungsarbeiten nachvollziehen zu können.

Übersichts-Stromlaufplan – LPH 7

Feld

Beschreibung

Dokumentenart

Übersichts-Stromlaufplan – LPH 7

Zweck & Umfang

Gibt einen Gesamtüberblick über alle Haupt- und Steuerstromkreise im Planungsstand.

Relevante Vorschriften/Normen

DIN 18015-1; DIN EN 61082-1

Wesentliche Inhalte

• Hauptstromkreise • Verteilungsschienen und Sicherungen

Verantwortliche

Auftragnehmer / Errichter

Hinweise

Hilft bei der Abstimmung der Netzversorgung und Schutzmaßnahmen vor Ausführung.

Der Übersichts-Stromlaufplan fasst alle wichtigen Stromkreise der Anlage zusammen. Er zeigt beispielsweise die Hauptversorgung, Sicherungen und Verteilerschienen. In der Planungsphase nutzt der Facility Manager diesen Plan, um Netzanschlüsse und Schutzmaßnahmen zu überprüfen und mit dem Versorgungsunternehmen oder weiteren Gewerken abzustimmen.

Übersichts-Stromlaufplan – LPH 8

Feld

Beschreibung

Dokumentenart

Übersichts-Stromlaufplan – LPH 8

Zweck & Umfang

Dokumentiert die endgültige Anordnung der Stromkreise nach Abschluss der Installation.

Relevante Vorschriften/Normen

DIN 18015-1; DIN EN 61082-1

Wesentliche Inhalte

• Finaler Verdrahtungsaufbau der Verteilung • Endgültige Anschlussdetails

Verantwortliche

Auftragnehmer / Errichter

Hinweise

Wird zusammen mit der restlichen Dokumentation archiviert und dient künftigen Referenzzwecken.

Der finale Übersichts-Stromlaufplan dokumentiert, wie die Stromkreise der Anlage tatsächlich verdrahtet wurden. Er ist wichtig, um bei künftigen Umbauten oder Prüfungen einen schnellen Gesamtüberblick zu erhalten. Auch er wird zusammen mit allen anderen Unterlagen archiviert und steht den Technikern als Referenz zur Verfügung.

Wartungs- und Prüfungsdokumentation- Wartungsanweisungen

Feld

Beschreibung

Dokumentenart

Wartungsanweisungen

Zweck & Umfang

Enthält detaillierte Anleitungen für regelmäßige Wartungs- und Inspektionsarbeiten.

Relevante Vorschriften/Normen

DIN 18382; VDI 6026; DGUV Vorschrift 3

Wesentliche Inhalte

• Wartungsabläufe und Prüffristen • Zu überprüfende Komponenten

Verantwortliche

Hersteller / Errichter

Hinweise

Dienen als Grundlage für regelmäßige Instandhaltungen im Rahmen des gesetzlichen Prüfungszyklus.

Wartungsanweisungen geben vor, welche Inspektions- und Wartungsarbeiten in welchen Abständen durchzuführen sind. Sie sind in der Regel hersteller- oder projektspezifisch und enthalten etwa Checklisten für Prüfungen. Facility Manager verwenden diese Anleitungen, um die Einhaltung der Wartungsverpflichtungen zu gewährleisten und notwendige Arbeiten nachvollziehbar zu planen.

Werkszeugnisse & Prüfbescheinigungen (Wartung/Abnahme)

Feld

Beschreibung

Dokumentenart

Werkszeugnisse und Prüfbescheinigungen (nach Wartung/Abnahme)

Zweck & Umfang

Nachweise über durchgeführte Prüfungen, Inspektionen und Testergebnisse.

Relevante Vorschriften/Normen

DIN 18382; DGUV Vorschrift 3; VDE 0105 (Betrieb elektrische Anlagen)

Wesentliche Inhalte

• Prüfprotokolle • Bestätigungen der durchgeführten Leistungen

Verantwortliche

Prüfer / Wartungsfirma

Hinweise

Bestätigen, dass die Anlage nach Wartung oder Inspektion den Normen entspricht.

Nach jeder Wartung oder sicherheitstechnischen Prüfung stellt der Wartungsdienst Prüfbescheinigungen aus. Diese dokumentieren, dass die Anlage den geforderten Normen entspricht und betriebsbereit ist. Facility Manager archivieren diese Bescheinigungen als Nachweis, dass alle regelmäßigen Prüfungen ordnungsgemäß durchgeführt wurden.

Regelmäßige Prüfprotokolle

Feld

Beschreibung

Dokumentenart

Regelmäßige Prüfprotokolle

Zweck & Umfang

Dokumentieren planmäßige Kontrollen und Prüfungen der Anlage.

Relevante Vorschriften/Normen

DGUV Vorschrift 3; DIN 18382; VDI 6026

Wesentliche Inhalte

• Termine und Ergebnisse der Kontrollen • Festgestellte Mängel und Maßnahmen

Verantwortliche

Betreiber / Instandhaltungspersonal

Hinweise

Dienen der Erfüllung gesetzlicher Prüfpflichten und dem Nachweis regelmäßiger Kontrollen.

Diese Protokolle werden nach wiederkehrenden Prüfungen (zum Beispiel elektrischen Sicherheitsprüfungen) erstellt. Sie halten Datum, Prüfergebnisse und eventuell gefundene Mängel samt Maßnahmen fest. Die Dokumentation ist unerlässlich, um die gesetzlichen Prüfpflichten zu erfüllen und um die kontinuierliche Betriebssicherheit der Anlage nachweisen zu können.